Osteopathie

Bewegungseinschränkungen können beides sein, mechanisch, aber auch faszial: Sie können zum einen durch Blockaden der Gelenke verursacht werden, andererseits kann die Durchblutungssituation gestört sein, das heißt eine Beeinträchtigung des vegetativen Nervensystems ist vorhanden, die in der Peripherie dann zu Durchblutungsstörungen und zur Versteifung der Muskulatur führt.
Sowohl die mechanischen, als auch die faszialen Störungen können zu Hahnentritt, Taktunreinheiten oder Lahmheiten führen.
Mein Ziel bei der osteopathischen Behandlung ist deshalb immer der Gewinn von Mobilität, um die natürliche Bewegungsfähigkeit Ihres Tieres wieder zu erlangen.

Mein Ansatz ist ganzheitlich, es geht mir also nicht in erster Linie darum schnellstmöglich die Symptome zu behandeln oder therapeutischen Aktionismus an den Tag zu legen.
Bei der Untersuchung des Tieres behalte ich permanent im Blick, dass die Ursache des Problems oft nicht in dem Bereich liegt, wo man den Schaden strukturell sieht bzw. wahrnimmt.
Der wichtigste Satz den ich bei meiner Ausbildung und in der langjährigen Ausübung meiner Tätigkeit gelernt habe, ist deswegen auch nicht verwunderlich:
„Manchmal ist ein Rücken ein Rücken. Aber manchmal ist ein Rücken auch ein Darm, ein Magen oder eine Leber!“

Meine Behandlungen  beginnen stets mit der ausführlichen Beobachtung Ihres Pferdes und Hundes und dessen Bewegungsabläufen.
Eine erste Tastuntersuchung folgt darauf, ich arbeite sowohl parietal, viszeral, als auch cranial.
Mein Augenmerk liegt dabei nur in zweiter Linie auf der Form des Gelenkes, viel wichtiger ist die momentane Mobilität.
Nach dieser gründlichen Bestandsaufnahme entscheide ich, welche Techniken der Osteopathie anzuwenden sind und welche Strukturen Ihres Tieres manipuliert werden sollten.

In der Osteopathie (für Pferde und Hunde) ist der Begriff „Manipulation“ mit der Wiederherstellung der Beweglichkeit der Gelenke (der Tiere) mit Hilfe der Hand des Therapeuten zu übersetzen.
Genaue Kenntnisse der Anatomie und der Funktion des (tierischen) Patienten sind hierbei ebenso entscheidend, wie ein hohes Maß an Sensibilität und Einfühlungsvermögen.

Kurz gesagt, geht es bei der Osteopathie (für Pferde und Hunde) darum Impulse zu geben, die die vorhandenen Blockaden lösen. Dieser Impuls dient sozusagen als Initialzündung, um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzustoßen.
Osteopathie hat nichts mit dem landläufigen Begriff des „Einrenkens“ zu tun, es werden bei meiner Behandlung keine Wirbel verschoben oder Gelenke eingerenkt. Es geht einzig darum, fest sitzende Strukturen zu lösen und die ursprüngliche Beweglichkeit des Tieres wieder herzustellen.

Damit die osteopathische Therapie  optimal wirken kann, empfehle ich das Pferd nach einer Behandlung 48 Stunden ruhen zu lassen. Während dieser Zeit sollte das Pferd nicht geritten werden, freie Bewegung ist der Therapie aber zuträglich. Physikalische Maßnahmen wie Wärme, Kälte, Magnetfeldtherapie, Laser, Infrarotbestrahlung, Ultraschall, Elektrotherapie etc. können während dieser Zeit unterstützend wirken.